Gestärkt in den Winter
Immuntherapie
bei wiederholten Atemwegsinfektionen
 
 

WAS SIND ATEMWEGSINFEKTIONEN?

Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage, sagte man früher. Viele erleben das heute ganz anders und erzählen ihre Erkältungsgeschichte eher so: Sobald die Heizsaison beginnt, meldet sich das erste Halskratzen. Und das ist der Auftakt zu immer wiederkehrenden Erkältungsschüben, die während der kalten Jahreszeit anhalten und manchmal in eine bakterielle Superinfektion übergehen. Der Grund für diese Infektionsspirale liegt häufig in einer geschwächten Abwehr.

Vom Halskratzen zur Bronchitis

Die Erkältungsspirale: Vom Halskratzen zur Bronchitis
Eine normale Erkältung ist an sich nichts Schlimmes, unser Körper kann alleine damit fertig werden. Ist das Immunsystem leistungsfähig, werden eindringende Viren und Bakterien oft schon unschädlich gemacht, bevor es zu einer akuten Erkrankung kommt. Doch warum kommen manche Menschen mit einer leichten Erkältung in der Saison davon, während andere nur ein Flugzeug besteigen müssen, um anschliessend tagelang flach zu liegen? Und was kann man tun, um diese Spirale zu unterbrechen?

Krankheitshort KindergartenEigentlich ist das ja prima: In der Kindertagesstätte und im Kindergarten findet Ihr Kind Gleichaltrige zum Spielen, lernt neue Wörter – und jede Menge Krankheitserreger kennen, was an sich auch eine gute Sache

ist. Denn das Immunsystem des Kindes muss sich noch entwickeln. Aber, «Muss das so quälend und anstrengend sein?», denken Sie vielleicht manchmal nach durchwachter Nacht am Kinderbett. Wenn Ihr Kind ständig die Nacht durchhustet, eine Mittelohrentzündung die nächste jagt und Sie als Mutter oder Vater wegen verstopften oder laufenden Nasen selbst kaum noch zum Durchatmen kommen, könnte die Abwehr Unterstützung gebrauchen.

Mutter Kind Nastuch
Erwachsene Nastuch

Atemwegsinfektionen reichen tief

Von der Nase bis zur Lunge: Atemwegsinfektionen reichen tief
Erwachsene können etwa ein- bis zweimal im Jahr eine grippale Infektion (nicht mit der echten Grippe zu verwechseln) bekommen, was nichts anderes bedeutet als eine Erkältung. Wenn Sie öfter als dreimal in einer Erkältungssaison erkältet sind, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass die Abwehr geschwächt ist.

Wenn die Infektion tiefer wandert
Sind Erreger erst einmal eingedrungen und treffen auf eine geschwächte Abwehr, bleibt es oft nicht bei einer einfachen Erkältung. Weitere Infektionen können hinzukommen und von Nase und Hals bis hinunter zu den Lungenflügeln wandern. Je weiter die Infektion in die unteren Atemwege vordringt, desto schwerwiegender ist sie. Spätestens wenn die Bronchien oder gar die Lunge betroffen sind, ist eine ärztliche Behandlung unbedingt notwendig. Aber auch eine Stirn- oder Nasen-Nebenhöhlenentzündung kann schon schwer verlaufen und sollte dann von einem Arzt behandelt werden.

Kinder husten und schnupfen öftersBei Kindern ist das Immunsystem noch nicht voll ausgereift, so dass sie viel häufiger krank sind als Erwachsene.
Zwischen dem zweiten und neunten Lebensjahr können Kinder im Schnitt etwa sechs- bis zehnmal im Jahr eine Infektion der Atemwege durchmachen. Wenn solche Infektionen ständig erneut aufflammen, spricht man
von rezidivierenden, das heisst immer wiederkehrenden Atemwegsinfektionen. Man kann Infektionen bei Kindern als rezidivierend bezeichnen, wenn sie mehr als dreimal innerhalb von sechs Monaten auftreten.

Nastuch Büro
Mutter Tochter Nastuch

Was gehört zu den Atemwegsinfektionen?

Zu den Erkrankungen der Atemwege gehören unter anderem:

  • Infektionen der oberen Atemwege
  • Schnupfen
  • Nebenhöhlenentzündung
  • Mandelentzündung
  • Kehlkopfentzündung
  • Mittelohrentzündung
  • Krupp-Husten

Infektionen der unteren Atemwege

  • Bronchitis
  • Bronchiolitis
  • Lungenentzündung

 

Atemwege
 

Viren und Bakterien

Das Heer der Erreger: Viren und Bakterien
Eine Erkältung wird meistens, eine Grippe immer von Viren verursacht. Es gibt über 200 verschiedene Erkältungsviren, die sich ständig leicht verändern. Grippeviren sind überschaubarer, sie werden je nach Schweregrad der verursachten Infektion in drei Gruppen eingeteilt. Pro Jahr gibt es etwa drei bis sechs verschiedene Grippeviren, auch diese jährlich in einer neuen Form. Erkältungs- und Grippeviren sind unterschiedliche Virusformen. Ein Erkältungsvirus löst keine Grippe aus und umgekehrt. Aus einer Erkältung kann auch keine Grippe werden. Kämpft das Immunsystem gerade gegen Erkältungsviren, ist es bereits geschwächt und Grippeviren können schlechter abgewehrt werden und umgekehrt. Dadurch kann man sich während einer Erkältung zusätzlich leichter mit Grippeviren infizieren beziehungsweise während einer Grippe leichter eine Erkältung bekommen.

Umzingelt, aber nicht wehrlos
Es gibt praktisch keine Möglichkeit, sich den Viren und Bakterien zu entziehen, weil sie uns überall umgeben. Verbreitet werden sie in winzigen Tröpfchen durch Husten oder Niesen oder durch direkten Körperkontakt mit Infizierten, zum Beispiel beim Händeschütteln oder durch Berühren von infizierten Gegenständen. Etwas schützen können Sie sich vor einer Ansteckung, indem Sie sich häufig die Hände waschen und den Kontakt zu erkälteten Personen vermeiden. Im Alltag lässt sich das jedoch kaum durchhalten. Am besten gegen Ansteckungen gerüstet ist, wer ein starkes Immunsystem hat, das Erregerattacken pariert.

Bus
Kinder Schule

Wie unterscheiden sich Grippe und Erkältung?

Kennzeichen Erkältung Echte Grippe (Influenza)
Erkrankungsbeginn langsame Verschlechterung rasche, abrupte Verschlechterung
Kopfschmerzen dumpf bis leicht stark bis bohrend
Schnupfen oft Niesen, laufende bzw. verstopfte Nase teilweise auftretend
Fieber meist gering oft hoch bis 41 °C, dazu Schüttelfrost, Schweißausbrüche, Bei Infektion mit A/H1N1(2009) mindestens bei 20 % der Patienten kein Fieber diagnostiziert[20]
Gliederschmerzen gering starke Gelenk-, Muskelschmerzen
Husten geringer Hustenreiz trockener Husten, schmerzhaft, meist ohne Schleim
Halsschmerzen oft Halskratzen, Heiserkeit stark, mit Schluckbeschwerden
Müdigkeit Abgeschlagenheit schwer, auch bis drei Wochen danach möglich, Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Kreislaufbeschwerden
Erkrankungsdauer in der Regel einige Tage in der Regel 7–14 Tage, anfänglich oft ohne erkennbare Besserung

Quelle: www.wikipedia.org